Keyvan Samimi Behbahani, * 1948 Iran, wiederholt und erneut seit 2020 in Haft

Keyvan Samimi Behbahani, * 1948 Iran, wiederholt und erneut seit 2020 in Haft

National-religiöse linksgerichtete Aktivisten widersetzten sich in den 1970er Jahren der Monarchie des Schahs und unterstützten in den 80er-Jahren zunächst hoffnungsvoll die Islamische Republik. Dann begannen sie allmählich, das Vorgehen des fundamentalistischen Regimes zu kritisieren. 

Der bekannte iranische Journalisten und „national-religiösen“ Aktivisten Keyvan Samimi studierte an der Sharif University und war in Gruppen wie dem „Komitee zur Verfolgung willkürlicher Verhaftungen“ und dem „Nationalen Friedensrat“ beteiligt. Er war Chefredakteur der Zeitschrift NAAME und Chefredakteur der Zeitschrift IRAN-I FARDA (Der Iran von morgen).

Die Justiz der Islamischen Republik nahm am 7. Dezember 2020, den 72-jährigen Journalisten für 3 Jahre in Haft. Keyvan Samimi wurde wegen „Versammlung und Absprachen gegen die Sicherheit des Landes“ angeklagt. Dies bezieht sich auf seine Anwesenheit bei einer Kundgebung zur Feier des Internationalen Tags der Arbeit am 1. Mai.

Auf seinem Telegram Channel verteidigte Samimi bis zuletzt die „friedlichen Proteste der Armen“. „Durch die Inhaftierung eines alten religiös-nationalistischen Aktivisten, der offen eine soziale Bewegung verteidigt, die Antworten fordert“ würden die Sicherheits- und Geheimdienstagenten der Islamischen Republik versuchen, ihn einzuschüchtern und den Protesten gegen das Establishment einen Schlag zu versetzen, so sein Statement.

Samimi veröffentlichte eine Kopie der Vorladung auf seinem TELEGRAM Kanal und kündigte seinen Haftantritt an.

Der 72-jähriger bekannte iranische Journalist hatte bereits insgesamt mehr als 10 Jahre in iranischen Gefängnissen verbracht.

Während 53 seiner Lebensjahren wurde er bisher sieben Mal inhaftiert.

Sein Antrag auf Haftverschonung aus gesundheitlichen Gründen, auch wegen einer Herz- und Lungenerkrankung, wurde abgelehnt. 

Quelle: ipa.united4iran.org, Radio Farda

Künstlerin: Helga Grost