Candido Rios * Mexiko, ermordet 2017

Cándido Ríos arbeitete jahrzehntelang für die Zeitung Diario de Acayucan.

Er berichtete über Verbrechen sowie über Korruption in der Regierung und hatte sich öffentlich mit mehreren Bürgermeistern angelegt.

Zuletzt stand er unter dem Schutz eines Regierungsprogramms, welches Journalisten und Menschenrechtsaktivisten vor Gewalt schützen sollte.

Er wurde trotz allem in Begleitung eines Leibwächters am 22. August 2017 vor einem Geschäft erschossen.

Sein Leibwächter starb noch vor Ort, Cándio Ríos auf dem Weg ins Krankenhaus.

Veracruz ist von der Gewalt der Drogenkartelle und Korruption in der Politik geprägt. Der Bundeststaat gilt als besonders gefährlich. Seit 2010 wurden dort rund 20 Journalisten ermordet. Die meisten der 2017 getöteten Reporter berichteten über mächtige Banden und Korruption unter Beamten.

Das Jahr 2016 war mit 11 getöteten Journalisten das bislang tödlichste Jahr. Mehr als 90 Prozent der Morde bleiben ungestraft.

Diese Gewalt ist Teil des seit Jahren tobenden Drogenkrieges im Land.

Quelle: N24

Künstlerin: Christine Krahé