Gerda Taro, * 1910 Deutschland, getötet 1937 Spanien

Gerda Taro war eine deutschjüdische Fotografin, die zusammen mit ihrem Lebenspartner Robert Capa die Gräuel des spanischen Bürgerkrieges dokumentierte.

The spanish war kills its first woman photographer

lautete der Titel des amerikanischen Magazins LIFE über ihre dort kurz nach ihrem Tod erschienenen Fotos.

Gerda, eigentlich Gerta Pohorylle, war eine politisch engagierte und interessierte junge Frau. Im März 1933 wurde sie in Leipzig bei einer Flugblattaktion gegen die Nationalsozialisten verhaftet.

Nach einer zweiwöchigen Haft ging sie ins französische Exil, wo sie im Herbst in Paris dem Ungarn André Friedmann alias Robert Capa begegnete. Beide jüdischen Fotografen legten sich hier auf ihre Pseudonyme fest, unter denen sie Weltruhm erlangten.

Als am 18. Juli 1936 der Militärputsch in Spanien gemeldet wurde, entschlossen sie sich gemeinsam, nach Spanien zu gehen, um den Bürgerkrieg zu dokumentieren – die Schrecken des Krieges und besonders die Greueltaten der Faschisten für verschiedene internationale Zeitungen zu fotografieren.

Am 25. Juli 1937 wurde Gerda Taro während eines Angriffs der deutschen Legion Condor bei Villanueva de la Canada an der Brunete-Front von einem republikanischen Panzer überrollt, nachdem sie von einem Trittbrett eines LKW abgerutscht war, mit dem sie aus dem Kampfgebiet flüchten wollte.

Einen Tag später erlag sie in einem englischen Lazarett  ihren Verletzungen.

Als sie am 1. August 1937 auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris beigesetzt wurde, folgten Tausende ihrem Sarg. Der Trauerzug, angeführt von Pablo Neruda und Louis Aragon, wurde zur Demonstration gegen den Faschismus.

Künstlerin: Claudia Pomowski