Danilo Lopez * Guatemala, ermordet 2015

Am 10. März 2015 eröffneten Auftragskiller auf einem Motorrad mitten auf dem zentralen Platz in der Provinzstadt Mazatenango das Feuer auf drei Lokalreporter.

Den Reporter vom Kabelkanal 23, Marvin Túnchez, traf eine der Kugeln und zertrümmerte ihm den Knochen des rechten Oberarms.

Danilo López, Korrespondent der Tageszeitung PRENSA LIBRE und sein Kollege Federico Salazar, der für den Radiosender RADIO NUEVO MUNDO berichtete, starben auf der Parkbank.

Ziel war es, die Stimmen gegen die Korruption zum Schweigen zu bringen – kein Einzelfall. Guatemala gehört zu den gefährlichsten Ländern für Journalisten in Mittelamerika.

Inzwischen wurde dort ein Gedenkstein errichtet. Über der Bank weht heute ein Transparent. Studenten haben es mit dem Konterfei der Reporter versehen und rufen dazu auf, die Pressefreiheit sowie das Recht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen. Zudem fordern sie von den staatlichen Institutionen ein Ende der Straflosigkeit.

Kaum eines der Delikte gegen Journalisten sei bisher in Guatemala geahndet worden, kritisiert die Menschenrechtsorganisation Udefegua.

Künstlerin: Susanne Köhler