Mahmoud Abd Al Shakur Abu Zeid „Shawkan” * Ägypten, seit 2013 in Haft, von der Todesstrafe bedroht

Shawkan arbeitete als freier Fotograf für die internationale Presse, u.a. für die Fotoagenturen DEMOTIX und CORBIS und das deutsche Magazin FOCUS.

Er wurde am 14. August 2013 festgenommen, als er über die gewaltsame Auflösung des Protestcamps von Anhängern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi berichtete.

Seit mittlerweile mehr als drei Jahren wird Shawkan ohne Prozess oder formelle Anklage festgehalten. Zahlreiche ausländische Medien, für die er arbeitete, haben sich für ihn eingesetzt. Beschwerden gegen seine fortgesetzte willkürliche Inhaftierung sind abgewiesen worden. Abu Zeid soll in Polizeigewahrsam und im Gefängnis wiederholt misshandelt worden sein. Ihm droht die Todesstrafe.

Das bisherige Verfahren gegen Mahmoud Abu Zeid war unfair.

Seinen Rechtsbeiständen wurde wiederholt der Zugang zu wichtigen Dokumenten verwehrt. Unter anderem durften sie die Liste der Anklagepunkte nicht einsehen. Dies erschwerte es ihnen, die Verteidigung angemessen vorzubereiten. Gerichtsverfahren, bei denen sehr viele Personen gleichzeitig angeklagt sind, erschweren die Einhaltung des Rechts auf einen fairen Gerichtsprozess für jeden einzelnen Angeklagten.

Die ägyptischen Behörden haben bereits mehrfach solche Massenverfahren durchgeführt, in denen Mitglieder von Oppositionsgruppen angeklagt wurden.

Viele von ihnen mussten sich wegen konstruierter Anklagen verantworten, ohne dass die individuelle strafrechtliche Verantwortlichkeit jedes einzelnen Angeklagten bewiesen wurde.

Künstlerin: Verena Rossow