
Ahmed Shihab‑Eldin, *1984 USA / Kalifornien, in Kuwait 2026 für 52 Tage in Haft
Der international tätige US-kuwaitische Journalist und Dokumentarfilmer Ahmed Shihab‑Eldin berichtet unter anderem für die NEW YORK TIMES, die US-Sendergruppe PBS und das englischsprachige Programm von AL JAZEERA, für das er bereits für einen Emmy nominiert wurde.
Shibab-Eldin studierte an der Columbia University Graduate School of Journalism. Sein bekanntester Dokumentarfilm „Queer Egypt Under Attack“ (BBC) wurde mit dem „British Journalism Award“ und dem „Amnesty International Media Award“ ausgezeichnet. Im Dezember 2024 wurde Shihab-Eldin zudem von Amnesty International Australia mit dem „Human Rights Defender Award“ für seine Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen geehrt.
Am 3. März 2026 besuchte Shibab-Eldin seine Familie in Kuwait. Dabei wurde er wegen angeblicher Verbreitung von Falschinformationen und Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen.
Am Tag zuvor hatte er ein verifiziertes Video geteilt, welches u.a. ein US-amerikanisches F-15-Kampfflugzeug zeigt, wie es in der Nähe von Kuwait-Stadt abstürzte. Der Jet war einer von dreien, die versehentlich von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden waren.
Während seiner Haft hatte das US-State Department Kontakt zu ihm gehalten und ihm konsularische Unterstützung geleistet. Menschenrechtsorganisationen setzten sich für seine Freilassung ein.
Am 23. April 2026 sprach ihn ein kuwaitisches Gericht nach 52 Tage im Gefängnis von allen Anklagepunkten frei. Zwei Tage später wurde bestätigt, dass der 42-jährige Shibab-Eldin sicher aus Kuweit abgereist war.
(Stand der Recherche: Mai 2026)
Quellen: spiegel.de, BBC.COM, cpj.org
Text: Andreas Frey
Künstlerin: Zeli Cicek
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