
Halima Idris Salim, * 1994 Sudan, getötet 2023
Die angesehene Journalistin Halima Idris Salim arbeitete für den SUDAN BUKRA CHANNEL.
Am 10. Oktober 2023 wurde Halima Idris Salim während eines Einsatzes in Omdurman getötet. Die Journalistin berichtete für ihren Sender, als sie von einem Fahrzeug der Miliz Rapid Support Forces (RSF) überfahren wurde.
Omdurman, die zweitgrößte Stadt des Sudan, war Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen den verfeindeten Fraktionen. Am Tag vor Salims Tod wurde ein Krankenhaus in der Stadt mit Granaten beschossen. Dabei wurden vier Menschen getötet und mehrere verletzt.
„Sie hat ihre heilige Medienpflicht unter den Umständen dieses verdammten Krieges erfüllt“, heißt es in der Erklärung ihres Senders.
In einer Erklärung äußerte auch das „Sudanese Journalists Network“ seine tiefe Trauer über ihren Tod. „Sie war ein Beispiel für eine professionelle Medienpersönlichkeit, die sich für die Belange ihres Landes und seines Volkes einsetzte.“ und fügt hinzu, dass sie die systematische Verfolgung von Journalist:innen und Medienfachleuten im Land mit Sorge verfolgten.
Der Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) brach im April 2023 aus, als beide Fraktionen um die Macht kämpften. Die Spannungen zwischen den SAF und den RSF eskalierten während der Verhandlungen über die Integration der RSF in das Militär des Landes, ein entscheidender Schritt zur Wiederherstellung einer zivilen Regierung.
Die Auswirkungen dieses Konflikts waren landesweit verheerend: Mehr als 4.000 Menschen verloren ihr Leben und mehr als drei Millionen Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Diejenigen, die im Sudan bleiben, sind mit Plünderungen sowie Strom- und Wasserknappheit konfrontiert. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 70 Prozent der Krankenhäuser des Landes außer Betrieb, und die Zahl der Meldungen über sexuelle Übergriffe ist um 50 Prozent gestiegen. Seit Ausbruch des Krieges im Sudan im April 2023 wurden mindestens zwei Journalistinnen getötet.
Unter den durch den Krieg verursachten Verwüstungen haben Journalist:innen versucht, über den Konflikt zu berichten, während sie extremer Aggression von beiden Seiten ausgesetzt waren. Im Juni 2023 dokumentierte CFWIJ die Tötung des Radio-Zalingei-Journalisten Samaher Abdelshafee bei einem Beschuss.
Sudanesische Journalisten mussten sich mit körperlichen Angriffen, willkürlichen Verhaftungen und der Beschlagnahme ihrer Ausrüstung auseinandersetzen.
Es gab sogar Luftangriffe auf Konvois von Journalisten. Das Sudanesische Journalisten Syndikat (SJS) hat diese Missbräuche dokumentiert und festgestellt, dass beide Kriegsparteien Journalist:innen, Medienunternehmen und deren Räumlichkeiten ins Visier nehmen.
Aktuelle Zahlen Mai 2026: Der Krieg kostete bisher etwa 150.000 zivilen Opfern das Leben, es gab bisher mehr als 33.000 Verletzte.
ca. zwölf Millionen Flüchtlinge
Quelle: CFWIJ, Wikipedia
Künstlerin: Karin Herr
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