
Andrej Aliaksandraŭ, * 1978 in Russland, 2021 in Belarus verhaftet und zu 14 Jahren Haft verurteilt
Andrej Aliaksandraŭ ist ein belarussischer Journalist, Aktivist und politischer Gefangener. Während seines Studiums in London (Medienmanagement) trat er dem Verband der Belarussen in Großbritannien bei und war an den Aktivitäten der belarussischen Diaspora im Vereinigten Königreich beteiligt.
Von 2009 bis 2012 war er stellvertretender Vorsitzender des belarussischen Journalistenverbands und arbeitete für „Index on Censorship“ und „Artikel 19“. Dies ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich weltweit für den Schutz und die Förderung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und des Rechts auf Information einsetzt.
Von 2015 bis 2018 war Aliaksandraŭ stellvertretender Direktor von BELAPAN, der einzigen regierungsunabhängigen Nachrichtenagentur in Belarus.
Zwischen August und November 2020 waren Aliaksandraŭ und seine Partnerin Iryna Zlobina an der Arbeit von „BY_help“, einer Crowdfunding-Plattform, beteiligt. Die Plattform wurde eingerichtet, um Geld einzusammeln: für Demonstrant:innen, die vom Lukaschenka-Regime zu Geldstrafen verurteilt worden waren.
Am 12. Januar 2021 wurden die beiden verhaftet und wegen der Verletzung der öffentlichen Ordnung angeklagt. Die Empfänger der Hilfe von BY_help wurden ebenfalls angeklagt und mussten ihre Geldstrafen erneut aus eigenen Mitteln bezahlen.
Am 18. Januar 2021 wurden Aliaksandraŭ und Zlobina von Menschenrechtsorganisationen zu politischen Gefangenen erklärt.
Am 30. Juni 2021 wurde Aliaksandraŭ wegen Hochverrats angeklagt und am 6. Oktober 2022 zu 14 Jahren Haft verurteilt. Ebenfalls verurteilt wurden Zlobina und zwei weitere Kollegen von Andrei, Irina Leushina und Dzmitry Navazhylau.
Quellen: wikipedia.org, baj.by
Künstler: Steff Murschetz
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.