Joaquin Briones * 1964 auf den Philippinen, ermordet 2017

Der philippinische Journalist und Kolumnist Joaquin Briones arbeitete für die Zeitung Remate und davor auch als Radiojournalist im Lokalradio.

Er erhielt viele Morddrohungen wegen seiner Reportagen und zog sich eine Menge Feinde zu.

Der 53-jährige wurde am Morgen des 13. März 2017 mit vier Schüssen tödlich verletzt – durch einen Motorradffahrer, der sich ihm von hinter näherte.

Er starb kurz darauf am Tatort.

Auch wenn die staatliche Arbeitsgruppe für Mediensicherheit den Fall untersuchte, wurde bisher niemand angeklagt.

Die Philippinen gelten für JournalistInnen als eines der unsichersten Länder überhaupt und zeigen anhand der langen Liste von Todesfällen eindrücklich, dass mit Morddrohungen durchaus ernst gemacht wird.

Zwischen 1990 und 2015 sind allein laut der International Federation of Journalists 146 MedienvertreterInnen ermordet worden.

Trotzdem hat das Land eine außerordentliche Medienvielfalt, die sich aber zu einem großen Teil in Privatmedien oder der Boulevardpresse erschöpft; kritischer Journalismus ist ein überaus gefährliches Métier.

Quellen:

– http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/144165/index.html

– https://www.reporter-ohne-grenzen.de/philippinen/

– http://www.philstar.com/headlines/2017/03/14/1680926/journalist-shot-dead-masbate

– https://en.unesco.org/news/director-general-condemns-killing-columnist-joaquin-briones-philippines

Künstlerin: Verena Rossow